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Katholische Kirche Sankt Martin
Die heutige Pfarrkirche zum Hl. Sankt Martin wurde von 1895 bis 1898 südlich der alten, kleineren Kirche im neugotischen Stil erbaut. Der Gamburger Bildhauer Thomas Buscher (1860 bis 1937) hat die Kirche in seiner Erstlingsarbeit mit dem Hochaltar, den beiden Seitenaltären, der Kommunionbank, der Kanzel, zwei Beichtstühlen und diversen Figuren ausgestattet.
Beim Abriss der alten Kirche wurde eine Madonna gefunden, die von großer Bedeutung für unsere Kirche ist. Diese Madonna integrierte Buscher in den Marienaltar mit sechs Engeln aus seiner Werkstatt und ergänzte die Seitenflügel mit biblischen Darstellungen in überwältigender Schönheit.
Besonders sehenswert ist auch der Josefsaltar mit der Darstellung des Todes Josefs mit Maria und Jesus. Der Hochaltar ist streng gegliedert. Er zeigt die Statuen verschiedener Heiliger in dafür geschaffenen Nischen, umsäumt von gotischem Schnitzwerk. Die letzte Kirchenrenovierung fand 1996 statt. Der Chorraum wurde mit den ursprünglichen, üppigen Wanddekorationen reich bemalt.
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Brunnen
Der Hokemo-Brunnen (Hakenmann-Brunnen)
Schulstraße / Brückenstraße Der Entwurf und die Ausführung des dreieckigen Dorfbrunnens stammt von Professor Clemens Buscher (1908) aus der bekannten Bildhauer-Familie Buscher aus Gamburg. Er stellt den sagenhaften Hakenmann (Hokemo) dar, der die Kinder an die Tauber lockt und sie mit Haken hineinzieht, weil sie der Großmutter nicht folgten. Bis heute ist der Hokemo eine vor allem im Fasching allgegenwärtige Sagenfigur. Beim Umzug und bei den bunten Abenden lautet das Motto "Hokemo zieh` nei!" In der Gestalt der "Hullefra" soll Clemens Buscher seine Mutter Dorothea dargestellt haben.
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Sonnenbrünnle
Am Hohlweg oberhalb der Kirche Ebenfalls 1906 von Professor Clemens Buscher entworfen und 1908 in seiner Werkstatt fertiggestellt. Er wurde errichtet, um die Wasserversorgung an der Burghalde sicherzustellen. |
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Unteres Schloß
Unterhalb der Burg steht das "Untere Schloß" aus dem 16. Jahrhundert, das im Zusammenhang mit der Teilung des Amtes (Oberes Schloß / Burg - Unteres Schloß) erbaut wurde. Heute ebenso wie die Burg Privatbesitz. Erbaut 1522 von Johann Kuchenmeister, ging das Untere Schloß später an die Herren von Kronenberg und an die von Sickingen. Dazu gehören das barocke Haupthaus, Scheunen und Nebengebäude, die teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. 1877 kaufte der Mediziner Professor Carl Gerhardt (Würzburg / Berlin / Charite) das Schloß. Noch heute ist es im Besitz seiner Nachfahren.
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Die Tauberbrücke
Bis zum 15. Jahrhundert wurde eine Furt, eine flache Stelle, in der damals natürlich noch nicht gestauten Tauber als Übergang benutzt. Danach gab es eine Holzbrücke und ab etwa 1720 wurde die Brücke aus Stein gebaut. Sehr häufig fiel die Brücke Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Eisgang zum Opfer und mußte repariert werden. 1730 stiftete der von Gamburg nach Wien übersiedelte Bernhard Kaltwasser die Statue des Hl. Nepomuk. 1971 wurde diese Statue durch eine Kopie ersetzt. Die lateinische Inschrift im Sockel lautet: AMORE ERGA PATRIAM ET IN CTI JOANNIS NEPO
Übersetzt: Aus Liebe zum Vaterland und zu Ehren des heiligen Nepomuk hat diese Statue errichten lassen Johann Bernhard Kaltwasser im Jahre des Herrn 1730.
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Eulschirbenmühle
Aus dem Jahre 1245 ist eine Urkunde erhalten geblieben, in der die Eulschirbenmühle schon erwähnt ist, die zwischen Gamburg und Bronnbach an der Tauber liegt. Das Renaissance-Schlößchen neben dem Wehr und dem kleinen Wasserkraftwerk ist ist heute in Privatbesitz. |
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Wegsteine
In und um Gamburg findet man noch einige interessante Steine am Wegesrand, die früher als Verkehrsschilder und Warntafeln dienten. Zum Beispiel oben bei der Burg, am Beginn des steil abfallenden Hohlweges den Stein mit dem Gebot: "Hier muß der Radschuh ingehengt werden bei Strafe von 1 G (Gulden) 30 K (Kreuzer) " Der bergab fahrende Fuhrmann musste also bei seinem Pferde- oder Ochsen-Fuhrwerk den Bremsschuh unter ein Rad hängen, um den Wagen zu bremsen. Das manchmal praktizierte Blockieren des schmalen, eisenbeschlagenen Rades beschädigte die Straße.
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Türmle
Der hübsche kleine Turm am Hohlweg, zwischen unterem Schloß und Burg, ist der Rest eines früheren Tores in der Ortsbefestigung. |
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Amtshof (neben dem Kindergarten)
In der Thomas-Buscher-Straße findet man den alten Amtshof, der früher zum oberen Schloß (der Burg) gehörte. Heute betritt man durch den schönen alten Torbogen auch den Kindergarten. |
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Kapellen
14-Heiligen-Kapelle
Diese kleine Kapelle ist im Jahre 1823 von Michael und Elisabetha Hauck gestiftet worden und stand 100 Jahre lang unten im Tal an der alten Landstraße. Beim Neubau der Steige wurde die Kapelle an den heutigen Standort verlegt, neben den Wanderweg zur Bauernwaldhütte und nach Bronnbach. Ermöglicht wurde diese Umsetzung auch durch Spenden der nach Amerika ausgewanderten Gamburger.
Muttergotteskapelle (Ingelheimer Maria-Hilf-Kapelle)
http://www.youtube.com/user/TheHokemoTV?feature=mhee#p/u/6/Cf6lf_bnprE Die Kapelle im vorderen Kammerforst ist 1834 halbkreisförmig erbaut und mit acht Steinsäulen, nach römischem Vorbild, umstellt. Die Rückseite verläuft gerade mit einer Ausbuchtung , in der die Muttergottes in einer Nische Platz findet. Maria Antonia Gräfin zu Ingelheim, genannt Echterin von und zu Mespelbrunn, geborene Gräfin von Westphalen zu Fürstenberg, legte in Rom ein Gelübde zur Erbauung einer Kapelle ab, sofern Ihre Tochter Isabella Felicitas von einem lebensbedrohlichen Nervenfieber genesen werde. Durch die Gnade der heiligen Muttergottes, erfüllte sich Ihr Wunsch. Bis 1909 wurden dort im Marienmonat Mai Messen abgehalten.
Josefskapelle
Im idyllisch gelegenen Maisenbachtal, zwischen Eiersheim und Gamburg, erbaute Josef Freund in Folge eines Vermächtnisses des Verstorbenen Gottfried Freund die Kapelle im Jahre 1891. Das waren die damaligen Besitzer der Maisenbacher Mühle an der Gemarkung zu Uissigheim. Am Weihnachtsabend im Jahre 1921 wurde die Mühle überfallen und die Besitzer teilweise schwer verletzt. Nach einem verheerenden Feuer im Jahre 1938 brannte sie vollständig nieder und wurde auch nicht mehr aufgebaut. 1985 wurde die Kapelle in Gemeinschaftsarbeit mit einigen Gymnasiasten unter der Leitung von Pfarrer Ghiraldin, dem damaligen Bürgermeister Schäfer, Karl Eckert und Fritz Otzdorff trockengelegt und renoviert. Kurze Zeit später wurden die Figuren Josef, Maria und Wendelin aus der Kapelle gestohlen. |
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Bildstöcke
Rings um Gamburg und auch in der weiteren Umgebung findet man etliche Bildstöcke, oft mit religiösen Motiven. Viele stammen von den bekannten Bildhauern der Familie Buscher aus Gamburg.
Am Weg zwischen der Burg und der Marienkapelle steht das kleine Denkmal mit dem so genannten "Gaul", das an einen Reitunfall der Gräfin von Ingelheim im Jahre 1820 erinnert. |
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Madonnen
An vielen Häusern in Gamburg sieht man noch schöne Madonnen-Figuren, zum Beispiel in der Schulstraße, am Kettenbronnen, in der Thomas-Buscher-Straße und in der Uissigheimer Straße. |
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Der Baumeister
Der Baumeister" im Palas der Burg Gamburg: eine der frühesten deutschen Baumeisterdarstellungen in einem weltlichen Gebäude. |
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